Mantrailing

für Profis

Mantrailing Blog

Geruchsverteilung

Wie erstelle ich einen Trail unter Berücksichtigung des Geruchsverhaltens in der Umwelt:
Jetzt sind wir eigentlich schon beim Kernproblem, wie kann ich eine Trail so erstellen, dass ich berücksichtige, was ich nicht weiß. Warum diese Erkenntnis? Weil wissenschaftlich vieles erklärt bzw bewiesen wurde, jedoch noch nicht alles. Alles was wir also wirklich berücksichtigen können, sind Erfahrungen, wie sich er Hund in bestimmten Situationen oder Umgebungen verhalten, und wenige wissenschaftliche Erkenntnisse.

Der Umkehrschluss jedoch, dass man daraus erkennen kann, wie sich Geruch verteilt, ist schlichtweg trügerisch. Dies begründe ich alleine schon aus der Erkenntnis, dass Hunde sich auf Trails unter den gleichen Bedingungen verschieden verhalten (Tiefsucher, Hochsucher, Spur treu oder nicht, usw). Es gibt also viele Faktoren, die den Geruch so verteilen, wie er dann vom Hund aufgenommen wird.

Um also das Verhalten des Geruchs anhand der Verhaltensweisens der Hunde zu erkennen, müsste man zuerst klären, was welcher Hund wo und wie wahrnimmt. Dies alleine ist schon eine, aus derzeitiger Sicht, unlösbare Aufgabe und hier findet bereits ein weit verbreiteter Selbstbetrug statt. Warum? Weil wir Hundeführer/Trainer immer wieder in Gefahr laufen, genau dieses Verhalten der Geruchsverteilung zuzuschreiben. Das könne wir aber erst, wenn wir wissen, was ein Hund überhaupt riechen kann, und was davon überhaupt für den Hund bei der Arbeit relevant ist.

Also widmen wir uns mal einer Grundsatzfrage: Was heißt eigentlich „riechen“?

Weiterlesen: Geruchsverteilung

Casten verstehen und anwenden

Die Übung des Castens nach TKM erzeugt immer wieder für Verwirrung, weil sie letztlich nicht wirklich verstanden wird. Ich versuche in diesem Artikel zu erklären, um was es beim Casten geht und warum man es wie bei TKM beschrieben trainiert.

Zu aller erst sollte man den Begriff "Casten" erklären um zu verstehen, um was es überhaupt geht:

Casten heißt eigentlich nichts anderes als Suchen, letztlich die Suche nach einem Trail (Nicht zu verwechseln mit der Suche am Trail!). Der Hund wird dazu aufgefordert, einen Trail zu finden und diesen zu verfolgen.

Dazu benötigt er natürlich den richtigen Geruch des Trails und muss wissen, was er gerade machen soll.

Es gibt mehrere Arten des Castens, auf die ich letztlich auch eingehen werde.

Warum aber erzeugt gerade diese Übung soviel Verwirrung bei den Hundeführern?

Weiterlesen: Casten verstehen und anwenden

Scentpools

Scentpool – Was ist wirklich dran.

Da ja immer wieder über Scentpools und damit verbunden Probleme der Hunde beim Ausarbeiten gesprochen werden, versuche ich mal meine Kritik an der ganzen Diskussion zu erklären.

Als erstes gilt es zu klären, was mit einem Scentpool eigentlich gmeint ist:
Davon ausgehend, dass eine Person permanent Geruch abgibt, könnte man meinen, dass eine Person an bestimmten Stellen, wo sie sich länger aufhält, mehr Geruch abgibt als wenn sie sich permanent bewegt. Hier spricht man von einem sogenannten Scentpool, also einen bestimmten Bereich, wo vermehrt Geruch vorhanden ist. Das klingt vorerst logisch und ist auch nachvollziehbar.

Um diesen Aspekt noch einen draufzusetzen kann man jetzt verschiedenste Scentpools erzeugen. Man könnte also meinen, wenn jemand steht erzeugt er einen anderen Scentpool als wenn er herumläuft. Auch könnte eine besondere Aktivität eine Rolle dabei spielen, eine Person, die sich körperlich betätigt erzeugt vermutlich mehr Geruch als eine Person, die still steht.

Jetzt könnte man noch einen draufsetzen und sagen, das die Zeit eine Rolle spielt, zumal sich bei Personen, die sich länger auf einem Ort aufhält rechnerisch mehr Geruch verbreitet und dazu noch der Zeitunterschied zwischen ankommenden und abgehenden Trail größer wird.

Genau diese Szenarien könnte man jetzt ins Unendliche an Möglichkeiten durchüberlegen.

Jetzt kommen aber andere Dinge ins Spiel, die den Scentpool in Frage stellen:

Weiterlesen: Scentpools

Die Notwendigkeit eines Ausbildners

if a group doesn't need the instructor anymore, the instructor did a good job.

Diesen Satz postete ich schon manchmal in Facebook um darauf hinzuweisen, was die Aufgabe eines Ausbildners überhaupt ist.

Betrachtet man die Aufgabe eines Ausbildners aus geschäftlicher Sicht, so wäre es durchaus profitabel, einem Hundeführer nur soviel beizubringen, dass er zwar prinzipiell die Aufgabe erfüllt, aber trotzdem nicht sehr viel Wissen hat, um dadurch immer wieder den Trainer besuchen zu müssen.

Dieser Weg ist aber letztlich auf Dauer gesehen nicht zielführend, da der Hundeführer, insbesondere im professionellen Einsatzbereich, schnell an seine Grenzen stößt und im Einsatz versagt.

Deshalb betone ich immer wieder, dass ein Hundeführer nur so gut sein kann, wie sein Wissen über das Verhalten der Hunde ist. Dazu kommen noch andere Komponenten wie Erfahrung, Umsetzung von Theorie in Praxis und viel mehr.

Hier setze ich auch beim Mantrailing an.

 

Weiterlesen: Die Notwendigkeit eines Ausbildners

Die Basis der Ausbildung

Immer wieder stelle ich fest, dass die Meinungen über den Schwierigkeitsgrad des Trainings für das Mantrailen sehr unterschiedlich sind. Sie gehen von einfach bis hochkompliziert.

Ich bin eher der Typ, der fürs einfache ist. So ist es auch beim Training.

Um Mantrailing zu verstehen, müsste man riechen können wie ein Hund, leider ist es uns Menschen nicht möglich, das irgendwie nachzuvollziehen.

Dem Hund beizubringen, wie er zu suchen hat, ist ein typisch menschliches Verhalten, was aber letztlich nicht zielführend ist.

Wieso sind wir nur so präpotent zu glauben, wir können das dem Hund lehren?

 

Um was geht es also beim Trailen überhaupt:
Um als Mensch in der Teamarbeit mit dem Hund am Trail erfolgreich zu sein, muss ich dem Hund diverse Dinge klarmachen:

Weiterlesen: Die Basis der Ausbildung