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Hunting for Scent: Fluch und Segen

Hunting for Scent oder auch Hunting for Trail, was versteht man darunter:

Es ist die Situation, wo der Hund den eigentlichen Geruch des Trails verliert und versucht, den Trail bzw den Geruch wieder zu finden. Er sucht also nach dem Geruch weil er ihn nicht mehr hat. Der Hund zeigt hier ein anderes Verhalten als am Trail. 

Prinzipiell ist es gut, wenn der Hund am Trail dieses Bemühen zeigt, solange der den umliegenden Bereich der Situation nicht verlässt. Es ist ein Zeichen, dass er arbeitet. Ähnlich dem NSI oder CarPick up, wo der Hund das Umfeld des Hundeführers oder des Ende des Trails absucht, sollte er jedoch nicht versuchen, eigenständig nach dem Trail in irgend eine Richtung zu suchen. 

Es gilt die einfache Grundregel, die der Hund beherrschen sollte:
Gibt es einen Trail, verfolge ihn, gibt es keinen Trail, zeige dies dem Hundeführer an.

Sobald der Hund also selbstständig den Bereich verlässt, bricht er diese Regel, was letztlich fatale Folgen für die Teamarbeit haben kann.

Hunting for Scent sollte also nur mit Kontrolle des Hundefühers stattfinden, und niemals selbstständig durch den Hund gestartet werden.

Diese Kontrolle wird zB beim Casten (TKM(c) ) durchgeführt, der Hundeführer zeigt dem Hund, wo er nach Geruch oder dem Trail suchen soll. Hat er diesen gefunden, soll er dem Trail folgen, wenn nicht, geht das Casten weiter.

 

 Grundprinzip: 

Hunting for Scent ist dem Hund angeboren, er zeigt dies auch am Trail, wenn der Geruch verloren geht, jedoch soll er nie eigenständig vom Verlustpunkt wegsuchen, sondern in diesem Bereich bleiben, im Idealfall sogar zum Trail zurückkehren. Dies geschieht mittels Flowing Negativ, CutBack, (HalfCircle, HalfMoon) und ähnlichen Verhaltensweisen. Genau dieses Verhalten wird auch in den Negativ Indications (TKM(c)) beschrieben und gezeigt.

 

Warum Fluch:

Wenn der Hund vom Trail, warum auch immer, fällt, und Hunting for Scent selbstständig startet, kann der Hundeführer oft kaum unterscheiden (Lesen des Hundes), ob der Hund am Trail arbeitet oder nicht. Sehr viele Hundeführer laufen dann Kilometer hinter dem Hund, ohne dass dieser einen Tail hat.
Mir ist das bei meinen Anfängen selber passiert, erst Glenn-David Poole hat mir das Verhalten bewußt gemacht und aufgezeigt, was in dieser Situation passiert.

Es ist also besser, wenn der Hund selbstbewußt anzeigt, dass kein Trail bzw Geruch mehr vorhanden ist (TKM(c))

 

Wie kann man das dem Hund beibringen:

Es ist relativ einfach, alle Übungen haben im Training das Grundprinzip:

Bleibe in der Spur, kommst du zum Erfog, verlässt du diese, gibt es keinen Erfolg.

Jede Übung, sei es eine einfache Door-ID, ein CarPickUp oder ein HighFind basiert auf diesen Grundsatz.

Wie erkenne ich, ob der Hund im Geruchsfeld ist oder nicht:

Der Hund zeigt es durch eleminieren des Geruchs (Geruch vs Kein Geruch) an. Der klassische HalfMoon ist eine Negativ Indikation, in der der Hund die Grenze des Geruchsfeldes anzeigt. Es gibt also keinen Grund, bei einer DoorID, wo der Hund durch Abgrenzen die Grenzen des Gruchsfeldes bereits angezeigt hat, nochmals über diese Grenze hinweg hinter dem Hauseck zu suchen. Genau hier liegt das Geheimnis, dem Hund beizubringen, schau nicht hinter dem Hauseck, sondern zeige mir mit einer ID, dass der Trail hier zu Ende ist. Wir machen dann aktiv weiter (Casten).

Dazu ist natürlich notwendig, dass der Hundeführer den Trail kennt (Dog Training TKM(c)) und somit das Verhalten des Hundes und die von ihm gezeigten Informationen auch verstehen lernt.