Mantrailing

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Targeting - oder Start ohne Sackerl

Man wird im Einsatzfall mit verschiedensten Startszenarien konfrontiert. Das klassischer Sackerl mit Geruchsgegenstand ist zwar sehr weit verbreitet, aber nicht immer nutzbar.
Als Beispiel nenne ich einen Fall, in dem ein Einbrecher in eine Vereinslokal durch ein Fenster eingebrochen ist. Aufgrund der Tatortarbeit durch den Spurensicherer war ein Anlegen eines Geruchsgegenstand nicht möglich.

Ich klärte mit dem Spurensicherer ab, dass eine Geruchsaufnahme am Fenster möglich wäre.
Somit zeigte ich meinem Hund das Fenster, gab ihm das Kommando zum Riechen und anschließend zum Trailen.

Nach einem kurzen Trail wurde auch das Diebsgut und Tatwerkzeug gefunden, in der weiteren Folge gab es noch einen längeren Trail in eine Ortschaft, wo der Hund ein Spurende anzeigte.

 

Wie trainiere ich jetzt am besten diese Geruchsabnahme am Fenster?

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No-Blind oder die Selbstlüge

Eines der wichtigsten Dinge im Mantrailing, und ich spreche jetzt von Realeinsätzen, ist die Fähigkeit, den Hund lesen zu können.

Im Ernstfall gibt es viele Faktoren, die einen Trail beeinflussen können und auch den bestens ausgebildeten Trailer aus dem Trail werfen.

Hier ist der Hundeführer gefragt dies zu erkennen und entsprechen zu reagieren.

 

Um das zu erreichen ist es grundlegend wichtig, Verhaltensweisen des Hundes zu erkennen und zu deuten. Ein relativ einfacher Weg, dies zu erreichen, ist das sogenannte No-Blind (oder Dogtraining laut TKM (c) ).

Aber genau hier liegt oft die Tücke im Detail. Ich erkläre hier erst mal den Sinn des songenannten Dogtrainigs und dann die Gefahren, die man bei falscher Anwendung eingeht.

 

Im Dogtraining kennt der Hundeführer den Trail. Er weiß genau, wo der Runner gegangen ist. Er kann dadurch auch beurteilen, wie sich der Hund beim Ausarbeiten des Trails in verschiedensten Situationen verhält.

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Mantrailing mit System

Mantrailing ist keine Wissenschaft, höchstens eine Kunst. Diese Ansage machte Kevin John Kocher, und ich muss ihm absolut Recht geben.

Natürlich ist es für Leute, die sich nicht aktiv mit der Materie beschäftigen ein Mysterium, wenn ein Hund plötzlich fähig ist, durch ein Einkaufszentrum mit hunderten von Menschen die richtige Person zu finden. Voodoo? Nein, mit Nichten. Der Hund besitzt Fähigkeiten, die man sich als Mensch einfach nicht wirklich vorstellen kann.
Geruchsdifferenzierung heißt das Zauberwort, wenn ein Hund aus hunderten von Gerüchen den richtigen herausfiltert und diesem auch noch folgt.

Das also ist keine Hexerei, aber wie bringe ich den Hund dazu dies motiviert unter verschiedensten Umständen zu machen?

In der freien Natur wäre das relativ einfach, wenn der Hund das nicht kann, verhungert er. Er ist Jäger, also liegt seine Motivation im Jagen von Beute um zu überleben.

Gut dass wir in einer Zeit leben, wo ein Hund das eigentlich nicht mehr braucht.

Also müssen wir uns einiger Tricks bemühen, um trotzdem dem Hund genügend Motivation mitzugeben, diese "Jagd" auch durchzuführen.

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Das Startritual und seine Tücken

Immer wieder erkenne ich, dass das Startritual eines der wichtigsten Abschnitte im Mantrailing ist.

Da stimmen ja fast alle Mantrailer überein, aber ich frage mich dann, warum wird da immer wieder soviel falsch gemacht?

 

Ich nehme mich da gar nicht aus, ist es doch in der Praxis oft anders als in der Theorie. Hochtriebige Hunde unter Kontrolle zu bringen scheint für mich eine der schwierigsten Aufgaben zu sein.

Aber auch weniger motivierte Hunde können aus einem gut inszinierten Startritual die richtige Motivation mitnehmen, um einen guten Trail zu laufen.

 

Ich versuche mal, den Sinn des Startrituals zu umzeichen und darauf hinzuweisen, warum eine genaue Prozedur so wichtig ist.

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Alles eine Sache des Trainings

Oft hört man ja interessante Dinge, über das, was Hunde leisten können oder auch nicht.

Immer wieder erkenne ich dabei aber, dass letztlich die Diskussion meistens darin endet, ob jemand bestimmte Sachen trainiert oder nicht.

 

Kann jetzt ein Hund am Trail Gegenstände verweisen oder nicht?
Natürlich kann er das, wenn man es richtig trainiert. Nur wer macht das schon?
Der Punkt ist, dass in erster Linie Mantrailing zum Auffinden von Personen trainiert wird, an das Auffinden von Gegenständen wird erst gar nicht gedacht. Andererseits sieht man immer wieder, wie Leute Mauern oder andere Gegenstände am Trail berühren, und der Hund genau auf diesem Punkt entlang sucht. Ein Geruchspool wäre also anzunehmen.
Das ist vermutlich auch der Grund, warum sich in der Szene keiner wirklich Gedanken über diese Thematik macht, weil es ja "nicht notwendig" ist.

 

Dies ist letztlich nur ein Beispiel für Mythen, die aufgrund falschem Verständniss der Materie entstehen.
Insbesondere, wenn es um das Thema "alte Trails" geht, wundere ich mich immer wieder über so manche Thesen, die als Fakt bezeichnet werden, nur weil jemand selber die Erfahrung nicht gemacht hat.

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